
Von einem ehemaligen Fernmeldezug erhielt ich Teile einer Fernschreibvermittlung A 10/30. Dabei handelt es sich um das Leitungsanschlußgerät und die Stromversorgung. Der langjährige Zugführer konnte zu dem Gerät nur sagen, das vermutlich irgendein Helfer es mal "angeschleppt" hat. Es ist daher absolut unbekannt, wo und wann das Gerät mal eingesetzt war.
Hier die zwei angebrachten Typenschilder:


In dem Buch Informationstechnik - Geschichte und Hintergründe von Joachim Beckh finden sich
zu dem Gerät folgende Ausführungen:
"Als Beispiel für die Vermittlungstechnik in den
Anfängen nach 1945 kann die Fernschreibhandvermittlung A-10/30 von Siemens aufgeführt werden. Sie
besteht aus Vermittlungsgerät, Leitungsanschlussgerät und Stromversorgung. Sie ist für den
Schnelleinsatz (beweglich) bestimmt und wurde ab den 60er bis Mitte der 80er Jahre eingesetzt. Im
Vergleich zur Fernschreibsteckvermittlung T-41 von 1939/40 hat dieses Gerät nur eine Größe
von 1-x-0,5-x-0,4 m und ein entsprechend geringeres Gewicht. Die drei Baugruppen können 10 Teilnehmer
bzw. Amtsleitungen verbinden und sind 3-x-erweiterbar, um mit einer Abfragemaschine den Betrieb für 30
Teilnehmer zu ermöglichen. Eine Fernschreib-Steckervermittlung A-10/30 von Siemens war, ein gleich
benanntes Nachfolgemodell von 1962. Ferner gab es für fest eingerichtete Landfernschreibstellen
die größere Variante A-20/200. Handvermittlungen wurden fast nur noch im mobilen Bereich verwendet,
die Digitaltechnik hat diese Vermittlungen ersetzt."
Hier ein Bild des (mir leider fehlenden) Transportgehäuses 2 mit Zubehör und Vermittlungsgerät:

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei der Einordnung des Gerätes weiterhelfen könnte. Ich freue mich über jede Information dazu.