Stand: Mai 2009

SEL SEM 37




Die Abbildung zeigt ein SEM 37-450 A 12.

Bei diesem Gerät handelt es sich um ein 10-Kanal Funkgerät, das für das 4-m-Band im 50 kHz-Raster konzipiert war. Das Gerät gab es auch als 2-m Version.

Als Ausführung A22 enthält es eine außen am Gehäuse befestigte Antennenweiche, mit der Gegensprechen (Duplex) möglich ist. In der Ausführung A12 sorgt ein eingebautes Relais dafür, dass bedingtes Gegensprechen möglich ist.

Nach einer nicht bestätigten Information soll das SEM 37 in 4-m und 2-m Ausführung beim Katastrophenschutz in Worms genutzt worden sein.



Bei der Nummer D-464/64 handelt es sich offensichtlich um die FTZ-Zulassungsnummer. Danach stammt das noch teilweise mit Röhren bestückte Gerät aus dem Jahre 1964. Das Gerät wurde zu einem späteren Zeitpunkt auf das 20 kHz-Raster umgerüstet.



Die Ähnlichkeiten zu dem SEL SEM 47 sind recht groß.

Vermutlich konnte das Gerät - wie das SEL SEM 47 - in der Betriebsart Wechselsprechen und bedingtes Gegensprechen betrieben werden, mit der Einschränkung, das das Gerät nur im Unterband senden konnte. Mit dem Schalter W / G wurde der Empfang zwischen Wechselsprechen im Unterband und bedingtem Gegensprechen, eingeschränkt auf Senden im Unterband und Empfang im Oberband geschaltet.

Bei dem mir vorliegenden Gerät ist lediglich einer der zehn möglichen Kanäle bequartzt. Je Kanal sind zwei unterschiedlich große Quartze erforderlich. Es handelt sich um einen kleinen und einen größeren Quartz. Der kleinere Quartz trägt auf der einen Seite die Bezeichnung 98-8, auf der anderen Seite die Bezeichnung 12,76250 MHz. Der größere Quartz weist lediglich die Beschriftung KLOVE 03E und in der zweiten Zeile 3 19062 auf.





Hier eine vermutliche Betriebsfunkversion mit anscheinend eingebautem Selektivrufauswerter.

Leider liegen mir keinerlei weiteren Unterlagen oder Informationen zu den Geräten vor.