Die Firma Lorenz fertigte ab etwa 1954 Funkgeräte der Reihe FuG 5, die intern als SEM 7-80 GWL bezeichnet wurden. Aus der internen Bezeichnung ist zu ersehen, das das Gerät für den Bereich 80 MHz, also das 4-m-Band konzipiert war. Das GWL steht für Gegensprechen, Wechselsprechen, AussenLautsprecher (Lautsprecher am Wagendach). Das Kanalraster betrug 50 kHz, die Sendeleistung 15 Watt und es verfügte über 8 schaltbare Kanäle..
Das Bedienteil hatte etwa die Größe von 20,5 cm x 9 cm bei 8,5 cm Einbautiefe.
Für dieses Gerät gab es auch einen Sprachinverter SI 3 zur verschleierten Sprachübertragung
Das mir vorliegende S-/E-Teil stammt aus dem Jahre 1956. Die Quartze tragen die alten Kanalbezeichnungen c, d, e, f, f2, g, h, i (somit die Unterbandkanäle 06, 09, 12, 15, 17, 18, 21 und 24).
Das Gerät war u.a. bei der Polizei München, Stuttgart und in Nordrhein-Westfalen im Einsatz.
Hier einige Bilder des SEM 7-80 GWL der Fa C. Lorenz (aus vergangenen Tagen, als die Rauschsperre noch Krachsperre hieß).



obige
Abbildung zeigt das Gerät in einem BMW 501 der Münchener
Polizei

obige
Abbildung zeigt das Gerät in einem Porsche 356 der
Nordrhein-Westfälischen Autobahnpolizei

obige
Abbildung zeigt das eigentliche Funkgerät mit zusätzlichem Sprachi SI 3, eingebaut
in einem Kofferraum.
Hier die Abbildung des SI 3 Sprachinverters.


Hier
ist der Geräteblock geöffnet.

Der
Anschluß des Hörers am Bedienteil. Bei der Kupplung
handelt es sich noch um die alte Brechkupplung, wie sie bis zum FuG 7
verwendet wurde.
Ich danke Herrn Gerhard Ambos für die Überlassung des Bildmaterials.
Das komplette Handbuch zu dem Gerät liegt mir in Kopie vor.
Die Feststation wurde von Lorenz als SEF 7-80 bezeichnet.
Hier zwei Bilder, die ich bei einem Internetauktionshaus gefunden habe. Leider habe ich zu der Feststation keine weiteren Informationen.

