Stand: Mai 2009

FuG 11 / FuG 12






Das FuG 11 wurde 1967 durch die Firma Bosch entwickelt und erhielt 1967 die Zulassung unter der Nummer E-109/67 und entsprach der TR FuG 11.Es handelte sich hierbei um ein 1-Kanal UKW „Kleinst“-Sprechfunkgerät für Wechselsprechen oder bedingtes Gegensprechen im 2-m-Band. Die Sendeleistung betrug 0,5 Watt. Die Empfängerempfindlichkeit betrug 0,7 µV/20db. Der Mikrofonlautsprecher war im Gerät eingebaut.

Das Gerät wurde auch als FuG 12 für das 4-m-Band hergestellt.

Hier das Datenblatt von Bosch zu dem FuG 11 / FuG 12.

Im „Handbuch über den UKW-Sprechfunk bei den Sicherheitsdiensten“ von Polizei-Hauptkommissar Friedrich-Wilhelm Rosemeier (erschienen bei Carl Heymanns Verlag KG) ist das FuG 12 wie folgt erwähnt:




Ab 1969 vertrieb die Firma AEG-Telefunken ebenfalls das FuG 11 mit der Zulassungsnummer E-156/69. Hierbei handelte es sich um das BOSCH-Gerät, das lediglich mit einem Telefunken-Aufdruck versehen war.




Das umfangreiche, insbesondere für eine verdeckte Trageweise gedachte Zubehör machte das Gerät für die polizeiliche BOS interessant.




Von den Abmessungen (H = 175 mm / B = 95 mm / T = 33 mm) und vom Gewicht her (lediglich 650 Gramm mit Akku) ist es ein sehr kleines und leichtes Handfunkgerät. Die Geräte wurden überwiegend bei der polizeilichen BOS eingesetzt.


Die Abbildung zeigt die Ausführung als HfG 11 Betriebsfunkgerät.

Hier der Typaufkleber des baugleichen Telefunken Gerätes als Fu G 11. Interessant ist, das es eine ungültige FTZ-Nummer X-000/00 trägt.

Das in meinem Museumsbestand befindliche HfG 11 hat außer den im obigen Bild zu sehenden Bedienelementen keine weiteren Tasten oder Schalter. Somit weist das Gerät lediglich einen kleinen Sprechhebel, eine schaltbare Rauschsperre und den Ein-/Aus-/Lautstärkeregler auf. Unter der runden, schwarzen Abdeckung befindet sich eine Zubehörbuchse, wie sie auch bei späteren FuG 10 angebracht war. Bezüglich der Beschaltung der Zusatzbuchse und möglichen Zubehörs liegen mir keine Erkenntnisse vor. Es scheint allerdings, das sechs Kontakte durch drei Brücken im Stecker geschlossen werden. Der Mikrofon-Lautsprecher befindet sich an der abgerundeten Geräteseite unterhalb der Zubehörbuchse.

Das Gerät hat – wie das ebenfalls 1967 entwickelte FuG 6b - keine Tasten für Tonruf. Die Sendetaste ist der kleine weiße Hebel neben Akku-Anzeige.






Für das FuG 11 gab es unter anderem auch ein Handbedienteil mit Tonruffunktion. Durch einen an der linken Seite des Handbedienteiles angebrachten Schiebeschalter konnte Tonruf I oder II ausgelöst werden. Interessant hierbei ist, das die Tonfrequenz des Tonrufes bei dem mir vorliegenden Handbedienteil für Tonruf I mit 1240 Hz und für Tonruf II mit 2280 Hz angegeben ist.

Handmikro Bosch FuG 11


Tonruffrequenzen Handmikro FuG 11